Wie ich wirke
- Branka Ito
- 11. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit

Ich begleite Menschen, die bereit sind, aus der Simulation auszusteigen. Aber nicht um jeden Preis - oder andersrum: Das hat seinen Preis! Zwei Betrachtungen von mir zum finanziellen Ausgleich.
Ich bin keine spirituelle Lehrerin. Ich nehme mich mittlerweile als ein Frequenzfeld wahr, das regulierend auf menschliche Nervensysteme wirkt. Es wirkt als Katalysator für vertikale Bewusstseinsöffnung. Meine Präsenz richtet Menschen auf, klärt ihr inneres Feld und verbindet sie wieder mit ihrer eigenen schöpferischen Achse - dorthin, wo Klarheit, Kraft und innere Führung aus der Quelle selbst fliessen. Das funktioniert manchmal nur durch wenige Worte.
Drum herum will ich kein Angebot anbieten im klassischen Sinn. Sondern ich öffne zu bestimmten Zeiten eben diesen Raum für Spiegelung, Klärung, Präsenz sehr tief, weil selbst erworbene Weisheit aus vielfältigster und vielschichtigster Lebenserfahrung vorhanden ist. Keine Ideologie, kein System, sondern reine Selbsterkenntnis! Das hat einen Wert für den, der dadurch wachsen kann. Um diesen Preis zu erzielen, will ich aber nicht auf die Schiene eines gängigen Marktauftrittes gehen, so wie er in den sozialen Medien gang und gäbe ist.
Genau hier kann ich nämlich selten einen echten spiritueller Geldfluss beobachten, der aber oftmals als solcher angepriesen wird. Es ist vielmehr ein klar sichtbarer psychodynamischer Marktmechanismus besonders auf Plattformen wie FaceBook. TikTok schiesst in dieser Hinsicht völlig übers Ziel hinaus: In Zeiten von Unsicherheit, Sinnverlust und Überstimulation reagieren viele Nervensysteme nicht auf Tiefe, sondern auf Dominanz und emotionale Aktivierung. Darum wer laut ist, erzeugt Sichtbarkeit und bestimmtes Auftreten soll Kompetenz suggerieren. Hohe Preise sind hier Statusanker! Das funktioniert bei den meisten! Dieses Marktmodell benötigt ständige Erregung durch starke Selbstdarstellung und immer neue Angebote, sonst bricht alles zusammen. FB wird überflutet von dieser energetischen Dauermobilisationen, die sich in der Machart sehr ähneln. Sie aktivieren den Solarplexus, sind vital aufgeladen durch Sexualkraft und lösen emotionale Trigger aus, was letztendlich zur Identifikation führt statt echter Selbstermächtigung. Nicht Bewusstsein wird "übertragen", sondern bloss Erregung, die einen kurzen Kick verleiht. Die Sehnsucht nach Sinn, das Bedürfnis nach Führung und der Mangel an innerem Halt wird von Personen gebündelt, die wenig Selbstzweifel zeigen. Oft formulieren sie klare Versprechen und simulieren emotionale Nähe.
Ich sehe das so: Menschen zahlen entweder, um aufgeregter zu werden oder um ruhiger zu werden. Das Erste dominiert aktuell den Markt. Das zweite ist seltener – aber tragender.
Zweite Beobachtung
Ich lebe in Phasen ohne Einnahmen wie gerade, weil Selbstgenügsamkeit und ein natürlicher Flow der Fülle vorhanden ist. Es ist mir wichtig, Komfort ohne Selbstverrat zu leben. Mein Wirken ist darum wie Ein- und Ausatmen. Zurzeit schreibe ich viel und verströme mich durch Worte - ohne Erwartungshaltung gegenüber meinen Mitmenschen. Aber ich grenze mich klar ab und sogar sehr selektiv. Warum?
Im direkten Kontakt erzeuge ich einen Zustand, der anderswo Zeit, Leid, Umwege und Energie spart. Ich beobachte, wie Menschen dabei etwas erleben, das sie nicht einordnen können. Nähe wird dann zu oft als Freundschaftsraum missverstanden. Auf meine Präsenz reagiert ihr Unterbewusstsein mit: „Wenn es so natürlich ist, darf ich es so selbstverständlich wie Luft behandeln.“ Ich will damit sagen: Sie sind nicht bereit zum Ausgleich, möchten jedoch eine längere Bindung entstehen lassen. Und mit Ausgleich ist nicht nur finanziell gemeint sondern auch energetisch.
Ich kann ihnen ansehen, wie sie halbbewusst denken: „Wenn ich zahle, muss ich anerkennen, dass hier etwas asymmetrisch ist.” Unbewusst fühlen sie sich unterlegen. Um einem finanziellen Ausgleich zu entgehen, wird der Kontakt “verfreundet” und es findet verbal der Versuch statt, eine Gleichwertigkeit herzustellen. Das ist aber ganz klar, wenn sie ehrlich sind zu sich selbst, nicht vorhanden.
Sie schieben dann altklug oft nach: “„Wir sind doch alle Bewusstsein und alle sind aus Gott - sprich gleichwertig:” So werden Reifeunterschiede einfach vernebelt. In dem Moment nämlich, in dem ich sie auf einen Entwicklungsschritt oder blinden Fleck hinweise - ruhig, präzise und ohne Angriff -, stehen sie vor der Wahl entweder es anzuerkennen oder es abzuwehren. Und vor allem in der spirituellen Szene wird dann gerne mit Gleichheitsrethorik argumentiert und einer Verneinung von der tatsächlich vorhandenen Hierarchie. Ich fühle ihre Scham und Ohnmacht, die darunter liegen.
Im Grunde ist das eine parasitäre Dynamik. Denn man kann empfangen, ohne zu danken; lernen, ohne Schüler zu sein; profitieren, ohne Ausgleich; Nähe fühlen, ohne Verantwortung. Diese Dynamik tarnt sich als Gleichheit, aber lebt von unausgesprochener Abhängigkeit. Diesen Mechanismus sehen wir in der Gesellschaft x-fach kopiert. Eine Ursache unter anderen: Bei vielen Menschen, mit denen ich das erlebt habe, kann ich beobachten, ist die Mutterbindung übermächtig: Nähe ja, Autonomie nein! Autorität soll existieren, darf aber nicht benannt werden, um unbewusst das kindliche Selbst aufrechtzuerhalten. Reife würde bedeuten: „Ich erkenne an, dass du mir gerade etwas spiegelst, das ich noch nicht integriert habe.“
Und das ist für viele schlicht einfach zu viel. Sie wollen nicht anerkennen, dass Einheit klar benannte Reife nicht ausschliesst. Diese Gleichmacherei auf allen Ebenen ist ein echter Zersetzungsvirus geworden. Und der wirkt nicht nur auf der politischen Schiene!
Ich suche keine Hierarchie und ich brauche keine Schüler. Aber ich habe aus Jahrzehnten gelebtem Leben in allen Höhen und Tiefen echte Weisheit erworben und weiss: Reifung braucht Entwicklung, eine nachhaltige Richtung, Loslassen als kein Anhaften und ja, es gibt darin sehr wohl Unterschiede. Mein System hat auf Sinn umgestellt. Und das verträgt keine verdeckten Spiele mehr. Diese Einsicht unterscheidet Reife von Ideologie. Reife ist als bildliches Beispiel, wenn zwei stabile Flächen sich berühren - aber ohne Druck. Es gibt keine energetische Annäherung, sondern einfach Koexistenz. Gut, das ist selten, sehr selten sogar.









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