Vom Logos zur geistigen Souveränität
- Branka Ito
- 1. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Es gibt zwei Arten von Menschen, die sich – oft unbemerkt – selbst sabotieren.Beide tun es auf sehr unterschiedliche Weise, doch beide verlieren dabei den Zugang zu ihrer inneren Souveränität. Die einen warten auf Erlösung.Sie hoffen, dass Jesus Christus sie eines Tages befreit.Doch diese Hoffnung ist trügerisch: Es gibt keinen äußeren Erlöser, der uns die innere Arbeit abnimmt.
Die Vorstellung eines übermenschlichen Erlösers wurde von der katholischen Kirche erschaffen und über Jahrhunderte tradiert. Sie stellte eine Figur ins Zentrum, die angebetet werden sollte – und riss damit die göttliche Verbindung aus dem Herzen des Menschen heraus. Keine andere Religion hat die Menschheit so tief in die Spaltung geführt. Dazu kamen ein starres moralisches Regelwerk und die verhängnisvolle Idee, der Mensch sei von Natur aus ein Sünder. Mit diesem Bündel aus Schuld, Angst und Unterordnung wurde der Mensch geistig gebrochen – und die Kirche errichtete sich selbst als irdische Autorität.
Doch das, was am Golgatha geschah, war etwas völlig anders. Es war kein bloßes Symbol, kein religiöses Ritual. Es war ein kosmisches Ereignis, ein Wendepunkt in der Entwicklung von Mensch und Erde.
Zum ersten Mal in der Geschichte vereinigte sich die solare, göttliche Natur vollständig mit einem physischen Körper. Christus kam nicht als Lehrer oder Reformer, sondern als kosmische Kraft, die die Substanz der Erde von innen heraus verwandelte.
Das Blut, das am Kreuz vergossen wurde, markierte nicht nur das Ende eines irdischen Lebens. Es war die Durchdringung der Erde mit dem Logos, dem lebendigen „ICH BIN“. Von diesem Moment an besitzt jeder Mensch die Möglichkeit, sich mit dieser Kraft zu verbinden – nicht durch äußere Rituale oder Glaubensbekenntnisse, sondern durch die Erweckung dessen, was Christus in die menschliche Struktur selbst hineingelegt hat: das wahre Ich, das ICH BIN.
Dieses innere ICH zu erkennen bedeutet, sich von kollektiven Strömungen zu lösen und in die spirituelle Souveränität zu treten.
Die zweite Form der Selbstsabotage
Die andere Gruppe sind jene, die sich heute gerne als „manifestierende Spiris“ verstehen. Sie glauben, allein durch positives Denken ihre Realität erschaffen zu können und blenden dabei jeden Schatten aus. Oft hört man:
„In meiner Zeitlinie kommt so etwas gar nicht vor.“
Doch in einer Epoche, in der Sprache durch KI, Mediennarrative und ideologische Verzerrungen zunehmend zersetzt wird, verliert ein Mensch ohne semantische Unterscheidungskraft seine schöpferische Rückbindung.
Er wird programmierbar, desorientiert und unfähig, Wahrheit als kohärente Struktur zu erfassen. Er kann nicht mehr unterscheiden, ob er göttlich denkt oder parasitär getäuscht wird.
Erleuchtung ohne Logos ist Licht ohne Richtung. Spiritualität ohne Unterscheidungskraft ist kein Erwachen, sondern ein sanftes Abdriften in die Bedeutungslosigkeit.
Was viele als „Erwachen“ feiern, ist oft nur ein Stillstand des Denkens – ein Rückzug in die Leere, der das Ich auflöst, bevor es überhaupt erkannt wurde. Doch gerade in einer Zeit, in der Sprache, Bedeutung und Wahrheit gezielt zersetzt werden, ist dieser Rückzug keine Lösung, sondern ein gefährliches Ausweichen.
Der Geist muss nicht entleert, sondern veredelt werden. Denn das wahre Selbst erkennt sich nicht in der Flucht vor Gedanken, sondern in der Kohärenz von Denken, Fühlen und Schöpferkraft. Nur wer Bedeutungen unterscheiden kann, erkennt das Wahre im Unwahren.Nur wer Sprache durchlichtet, gibt dem Logos Raum – und damit dem göttlichen Ursprung in sich selbst.
Ein Blick auf die geopolitische Bühne
Während sich die geistige Auseinandersetzung verschärft, verdichten sich auch die politischen Spannungen. Europa wird erneut ins Zentrum globaler Konflikte gerückt. Manche Analysten sehen darin eine strategische Verschiebung: Europa soll nicht erobert, sondern als Schlachtfeld genutzt werden, um Russland zu schwächen.Das eigentliche Ziel sei China – denn wenn Russland fällt, könnte die USA ungehinderter gegen China vorgehen, um ihre geopolitische Vormachtstellung zu sichern.
Ob und wie sich dieses Szenario entwickelt, bleibt abzuwarten. Doch gerade diese globalen Spannungen machen deutlich, wie entscheidend geistige Souveränität geworden ist: Wer in sich klar bleibt, kann äußere Manipulationen besser durchschauen und den eigenen Weg frei wählen.
Fazit
Wir leben in einer Zeit, in der Sprache, Bedeutung und Wahrheit umkämpft sind.Wer sich auf alte Dogmen verlässt oder vor dem Denken in die Leere flieht, überlässt seine Schöpferkraft fremden Strömungen. Die wahre Befreiung liegt in der Rückverbindung zum Logos – dem lebendigen ICH BIN in uns. Hier beginnt geistige Klarheit, hier entspringt echte Freiheit.









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