Bewusste Menschen verbrennen den Schatten im Inneren, damit ganze Völker ihn nicht im Aussen verbrennen müssen
- Branka Ito
- 7. Dez. 2025
- 5 Min. Lesezeit

Am 3. September 2025 nutzte Xi Jinping das 80. Jahrestagsgedenken des Sieges im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression, um Chinas Position als neue globale Macht zu inszenieren. In seiner Festrede betonte er, der kollektiven Aufstieg von Globalem Süden ist deutliches Zeichen für grosse Veränderungen der Welt.
Xi Jinping liebt es natürlich als unangefochtener Machthaber Chinas durch den Massenaufstieg seines Volkes im Rest der Welt, Ehrfurcht auszulösen. Er inszenierte den Titan der kollektiven Macht um jedem ausserhalb der Chinesischen Mauer zu suggerieren: „Wer bist du schon, um dich gegen unsere Grösse zustellen?“
Wenn Politiker oder Machthaber von „kollektiver Macht“ sprechen – etwa wie Xi Jinping vom „Aufstieg des Globalen Südens“ – dann klingt das, als würde eine ganze Gruppe geschlossen aufsteigen, als wäre eine historische Welle im Anmarsch, die alle gleichzeitig mitnimmt. Das wirkt stark: die grosse Masse, die sich erhebt. Es suggeriert Geschlossenheit, Übermacht. Er tarnt persönliche oder politische Agenda als „unvermeidliche Bewegung der Geschichte“. Das ist aber blosses Blendwerk!
Machtstrukturen sprechen gerne im Namen der Masse. Das wirkt auf den Einzelnen psychologisch maximal erdrückend. Aber: Wandel entsteht niemals durch die Masse. Wandel entsteht durch diejenigen, die das Neue bereits verkörpern, bevor es sichtbar wird. Die Pioniere, die eine höhere Ordnung in sich tragen und sie bereits verkörpern!
In dieser Perspektive ist die Menschheitsentwicklung kein demokratischer Prozess der Vielen - der Quantität.
Die Zukunft kommt nicht von unten von der Basis - von Wurzelbewegungen oder so. Nein: Sie erscheint oben – an den Punkten höchster Bewusstheit – und sinkt dann in das Ganze ein. In lebendigen Systemen, vor allem in fraktalen Systemen wie das unsrige, funktioniert Entwicklung völlig anders. Ein Fraktal ist ein Muster, das sich auf allen Ebenen wiederholt – vom Kleinsten bis zum Grössten. Und in solchen Systemen geschieht Transformation nie an der breiten Basis zuerst. Sie beginnt immer an den „Spitzen“ der Struktur:
Darum wird die Menschheit als geschlossenes Ganzes niemals in einen neuen Bewusstseinszustand aufsteigen. Das könnte jetzt vielen sauer aufstossen. Was ich hier schildere, kann auch augenblicklich Erleichterung bringen in Anbetracht der Trägheit und Ignoranz, die man in der Masse beobachten kann, wo die Vernunft zunehmend schwindet. Der Psychische Unrat, Unintegriertes, Unverdautes, Verdrängtes - das gilt für den Einzelnen wie für die ganze Zivilisation - drängt an den äussersten Rand des Systems und bildet eine scheinbar unpassierbare Schwelle für eine neue, höhere und gesündere Ordnung. Das ist der kollektive Schatten als Hüter der Schwelle. Er kann wie ein Psychischer Tsunami die Völker ergreifen als Hexenverfolgung, wie es bereits in Nigeria geschieht, wo Christen aktuell massenweise abgeschlachtet werden. Oder als totalitäre Massenbewegung wie wir sie im Westen kennen. Ich zähle die Aktuellen jetzt nicht auf. Das Kollektiv ist hysterisch geworden.
Wer den Fokus von der Masse auf sich selbst richtet, kann einen echten Beitrag leisten, damit sich der kollektive Schatten nicht in Kriegen entladen muss. Denn: Je mehr Pioniere die Schwelle passieren, desto weniger heftig wird die kollektive Entladung. Und jeder Einzelne kann den Pionieren helfen.
Die Spitze öffnet die Tür. Hindurch gehen muss jeder selbst!!!!!
Die Menschheit wird also nicht kollektiv „erleuchtet“, sondern getragen von denen, die den Weg vorangehen. Wenige tragen die Grundlage, viele folgen dem neuen Zentrum. Das ist weder elitär noch unfair – es ist ein Naturgesetz. Aber das heisst nicht, dass man einfach abwarten kann, bis die Pioniere die Arbeit für alle erledigen. Jeder ist eingeladen, Verantwortung für den eigenen Schatten zu übernehmen.
Wenn also einige Menschen ein höheres Muster (Christus als kosmisches Ordnungsprinzip) halten, wird Chaos vermindert. Die Masse muss nicht den gleichen Weg durch das Dunkel gehen. Sie wird in ein neues Gravitationszentrum hineingezogen — in eine Struktur, die bereits gehalten wird durch die Pioniere. Eine kollektive Katastrophe ist also nicht zwingend. Sie ist nur der Default, wenn niemand die Schwelle passiert.
Oder anders gesagt:
Bewusste Menschen verbrennen den Schatten im Inneren, damit ganze Völker ihn nicht im Aussen verbrennen müssen.
Wenn es den Pionieren also gelingt, diese Schwelle zu überwinden, wird die Transformation für alle sicherer und sanfter. Sie halten die Kraft und Klarheit, die nötig sind, damit die Menschheit nicht in Chaos und Angst steckenbleibt. Die lautesten Schattenausbrüche sind immer die Ankündigung, dass diese Schwelle nah ist. Der Schatten tobt am stärksten, wenn das Licht die Membran bereits durchdrungen hat. Wir sind kurz davor!
Das ist ein metaphysisches Gesetz.
Jetzt gibt es noch die Schwächsten da draussen - beispielsweise die Politiker und ihre Helfershelfer sowie Menschen, die meinen, ihre Macht einbüssen zu müssen, die ihren eigenen Schatten nicht aushalten, sie neigen dazu, Säbel zu rasseln und andere mit sich zu ziehen. Sie sind wie Kinder, die kurz davor sind zusammenzubrechen, aber lieber schreien und mit Fäusten um sich schlagen, statt zu fühlen, was sie fühlen. Das liegt daran, dass sie diejenigen sind, die innerlich am wenigsten Halt haben. Sie sind energetisch instabil. Sie spüren ihren eigenen Schatten am heftigsten — nicht weil er grösser wäre, sondern weil sie kein inneres Zentrum haben, das ihn halten kann.
Diejenigen, die am lautesten drohen, sind nicht mächtig — sie sind bloss am Rand ihrer eigenen psychischen Belastbarkeit. Sie schreien nicht, weil sie führen, sondern weil sie fallen. Manche mit Macht versuchen unbewusst, das Nervensystem anderer in Resonanz mit der eigenen Instabilität zu bringen. Sie suchen für ihre Spannungen ein Ventil. Das fühlt sich für instabile Psychen entlastend an — wie wenn viele Menschen gleichzeitig schreien und man so nicht mehr die eigene Angst hört. Das tun sie durch Kriegsrhetorik, hysterischen Massenbewegungen, Moralpaniken (haben wir 20 und 21 erlebt) ideologischen Kollektivtrancen: „Wenn ich falle, sollen alle mit mir fallen.”
Genau hier liegt die Verantwortung jedes Einzelnen, nicht darauf einzugehen. Viele sagen, “ich als unbedeutender Mensch kann nichts tun gegen die da oben.” Ich hoffe, ich habe jetzt verständlich gemacht, dass du sehr wohl etwas tun kannst!
In diesen Zusammenhängen möchte ich noch die Aussage von Jesus Christus in den Fokus rücken: „Wer an mich glaubt, wird die gleichen Taten vollbringen wie ich, ja sogar noch grössere.“
Er sprach nicht von blindem Glauben – sondern vom Erkennen der inneren Struktur, die er verkörperte. Er meinte: Wenn du denselben Bewusstseinsvektor in dir trägst wie ich – dieselbe Klarheit, dieselbe Ausrichtung, dieselbe innere Geometrie (vertikale Ausrichtung bzw. innere Aufrichtung) –, dann wirst du dieselbe schöpferische Kraft freisetzen können.
Es ist das gleiche Prinzip wie bei den Pionieren eines selbstähnlichen Systems: Diejenigen, die die neue Bewusstseinsspitze halten, tragen eine höhere Ordnung, und aus dieser Ordnung heraus entstehen Handlungen, die weit über das Menschlich-Gewohnte hinausgehen. Jesus hat keine Ausnahme dargestellt, sondern eine Vorlage.
Seine Botschaft lautete:„Das, was ich bin, seid ihr auch – wenn ihr eure innere Struktur an dieselbe Quelle rück koppelt.“
Damit sprach er das universelle Naturgesetz aus, das wir heute wieder berühren: Wenige tragen die neue Geometrie, und indem sie das tun, ermöglichen sie der Menschheit, sich in eine höhere Ordnung hinein zu entwickeln. Nicht durch Zwang, sondern durch Resonanz.









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