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Warum wurde der Körper abgelehnt in so vielen spirituellen Schulen und den Religionen?

  • 1. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Die Ablehnung des Körpers ist keine rein kulturelle Fehlprägung – sie ist das Symptom eines tieferen Bruchs im Menschsein: Der Trennung zwischen Form und Bedeutung, zwischen Materie und Geist, zwischen Manifestation und Quelle.


Dieser Riss beginnt nicht erst mit der Kirche, sondern viel früher: mit dem Verlust der inneren Einheit, dem Abfallen aus einem ursprünglich holistischen Bewusstsein, in dem Körper, Geist und Seele nicht getrennt, sondern Ausdruck eines einzigen, lebendigen Logosfeldes waren.

Als die Menschheit sich zunehmend von der Quelle der Wirklichkeit entkoppelte, wurde auch der Körper nicht mehr als Tempel, sondern als Gegner erfahren – als etwas, das verführt, leidet, altert, stirbt.


In einem Bewusstsein, das den göttlichen Sinn nicht mehr immanent in allem spürte, wurde der Körper zum Feindbild – ein Projektionsfeld für Schuld, Lust, Angst, Sünde und Kontrolle.

Die Kirche institutionalisiert diese Entfremdung und dogmatisiert sie:

Sie verbannte den Geist aus dem Fleisch, das Weibliche aus der Schöpfung, die Sinnlichkeit aus der Heiligkeit. Doch die Wurzel liegt tiefer: Sie liegt in der Abkoppelung des Bewusstseins von seiner integralen Mitte, die zur Fragmentierung führte.

Der Körper wurde nicht abgelehnt, weil er schlecht ist, sondern weil das Bewusstsein sich selbst nicht mehr in ihm erkannte. Als der Mensch also sich vom göttlichen Ursprung entkoppelte, erkannte er sich nicht mehr in der Materie wieder.

Zwei Reaktionen entstanden daraus: Askese: Ablehnung des Körpers als Versuch, dem Geist näher zu kommen. Optimierungswahn: Technische Überformung des Körpers in der Hoffnung auf Kontrolle oder Unsterblichkeit.


Beide Extreme sind Ausdruck eines verlorenen Selbstverständnisses. Die Heilung liegt in der Veredelung des Geistes, nicht in der Verdrängung: Der Körper ist kein Fehler, sondern ein Ausdruck des göttlichen Mikrokosmos – ein heiliger Ort, in dem sich der Geist verdichten und erfahren kann. Geist ist die andere Seite von Bewusstsein und Körper ist kristallisiertes Licht bzw. Bewusstsein.

Die Heilung?


Die Rückverbindung von Körper, Geist und Seele – nicht in der Theorie, sondern im durchlichteten Erleben. Ein Denken, das den Körper nicht manipuliert, sondern erkennt – als Resonanzraum der Seele, als fühlende Oberfläche des göttlichen Selbst. Nicht Abwertung, nicht Anbetung, sondern Veredelung. Der Körper wird nicht erlöst, er ist Teil der Erlösung.

Aber dafür muss die Denkfähigkeit wieder hergestellt werden.

 
 
 

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