Kausa Epstein und meine Gegensicht darauf, die ich als kleines Mädchen erhalten habe und die kollektive Heilung bringen kann
- 9. Feb.
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Die Kausa Epstein birgt die Kraft, das generelle Weltbild der meisten Menschen ins Wanken zu bringen. Der Fakt, dass die westlichen Eliten Kinder nicht nur missbrauchen sondern auch töten, wird noch von sehr vielen Menschen geleugnet, weil das kollektive Unbewusste bis jetzt noch nicht reif genug war, sich genügend Kanäle zu suchen, um solche Inhalte auszudrücken integrieren zu können.
Ich kann das nachvollziehen. Es entsteht Dissoziation, wenn diese Informationen auf zu geringen inneren Halt treffen. Das war vor über dreissig Jahren auch meine Geschichte.
Mit 23 Jahren hatte mich ein ähnlicher Fall ganz persönlich betroffen gemacht und aus der Bahn geworfen.
Ich war eine ganz frische Jung-Reporterin bei der grössten Boulevardzeitung der Schweiz. Wir recherchierten auf Hochtouren im Fall des als «Babyquäler» bekannt gewordenen Straftäters René Osterwalder. Seine Taten erschütterten in den 1990er-Jahren die Schweiz: Ab 1992 quälte und missbrauchte er mehrere Kinder, darunter zwei Mädchen im Babyalter. Seine Taten zeichnete er auf Video auf. Diese Videos kursierten bei uns auf der Chefredaktion. Ich hatte sie nie persönlich gesehen. Ich nahm nur vom Inhalt durch die Erzählungen der Chef-Reporter Kenntnis, das hatte ausgereicht, um mich schwer dissoziieren zu lassen. Ich spaltete mich so sehr von meinem Körper ab, dass ich erst im fünften Monat wahrnahm, dass ich ein Kind erwartete.
Ich werde nicht in Worten beschreiben, was dieser Osterwalder wirklich mit den Babys angestellt hatte. Es gibt einen höchst umstrittenen Kinofilm “A Serbian Film” von 2010. Was er darstellt, geht in die Richtung, was Osterwalder getan hatte. Dass er auch in ein größeres Netzwerk eingebunden war, wird vermutet, wurde jedoch nie zur Gänze recherchiert oder bewiesen. Regisseur und Co-Autor Srdjan Spasojevic von "A Serbian Fillm" hatte zu den Vorwürfen selbstzweckhafter Gewaltdarstellung geagt: „Das ist ein Tagebuch zum Missbrauch, den wir in Serbien durch unsere Regierung erlitten haben. Es geht um die monolithische Kraft der Führer und ihre hypnotisierten Erfüllungsgehilfen. Wer nicht hinschaut, kann diese Brutalität nicht ansatzweise verstehen." Serbien war nie die Ausnahme!
Die Tatsache, dass die westlichen Eliten von Grund auf verdorben sind, war mir danach völlig klar. Putin sagte in einem Interview: „Unter den westlichen Eliten besteht ein sehr starker Wunsch, den derzeitigen ungerechten Zustand in den internationalen Beziehungen aufrechtzuerhalten. Seit Jahrhunderten sind sie es gewohnt, sich an Menschenfleisch satt zu essen und ihre Taschen mit Geld zu füllen. Aber sie müssen erkennen, dass die Party vorbei ist.”
Ich recherchiere seit nunmehr 30 Jahren an diesem Thema, kann mich noch gut erinnern, als man als gestörte Verschwörungstheoretiker bezeichnet wurde, wenn man sich zu “Pizza Gate” äusserte.
Dabei weiss das Unterbewusstsein der Europäer seit Jahrhunderten, was die Eliten mit Kindern anstellen. Es wurde aus Eigenschutz nie offen gesagt, jedoch durch Märchen übermittelt. Mit dem heutigen Wissen lassen sich die alten Geschichten völlig neu lesen.
Immer dann, wenn die Zivilisation beginnt, ihre eigene Zukunft zu verbrauchen, taucht im Kollektiv dasselbe Bild auf: der Kinderfresser. Der Drache, der Oger, der tyrannische Herrscher, der Opfer fordert. Dieses Motiv ist älter als jede moderne Politik. Es steht nicht primär für individuelle Grausamkeit, sondern für ein strukturelles Machtprinzip: für Systeme, die ihre eigene Lebenskraft absorbieren, um sich selbst aufrechtzuerhalten.
Kinder symbolisieren in allen Kulturen Unschuld, Potential, Zukunft und schöpferische Ordnung. Wer „Kinder frisst“, frisst Zeit. Frisst Möglichkeit. Frisst das Kommende. Frisst unsere Zukunft. Deshalb erscheint dieses Bild immer dann, wenn Zivilisationen in eine Phase innerer Erschöpfung eintreten. Märchen und Mythen sind in diesem Sinn keine Fantasieprodukte, sondern Gedächtnisspeicher traumatisierter Gesellschaften. Sie entstanden dort, wo Gewalt nicht offen benannt werden durfte, wo Macht tabuisiert war und wo Kinder keine Stimme hatten. Wahrheit wurde in Symbolik übersetzt, weil direkte Sprache unmöglich war. Der Drache ist dabei nie nur ein Monster. Er ist Hierarchie, Angstordnung, Zwangssystem.
Moderne Namen wie Jeffrey Epstein, Jimmy Savile oder Marc Dutroux zeigen reale Netzwerke von Missbrauch. Doch psychologisch sind diese Figuren nicht die Wurzel, sondern Symptome. Sie verkörpern ein viel älteres Muster.
Der entscheidende Fehler ist, strukturelle Gewalt ausschliesslich auf „böse Akteure“ zu reduzieren, innere Entfremdung nach aussen zu projizieren und komplexe Systemdynamik ausschliesslich zu personalisieren. Das entlastet kurzfristig, verhindert aber langfristig Integration. Denn das eigentliche Thema ist nicht eine geheime Klasse von Monstern, sondern eine globale Ordnung, die psychisch, ökologisch und spirituell ihre eigene Zukunft verbrennt. Es nützt nichts, wenn wir die verdorbene Frucht ausreissen und den Ursprung der Verdorbenheit nicht angehen.
Dass dieses Motiv gerade jetzt wieder mit solcher Wucht auftaucht, zeigt, wie tief die kollektive Erschöpfung bereits reicht.
Dem gegenüber stehen für mich die Gegenbilder wie Astrid Lindgrens "Die Brüder Löwenherz". Viele in meinem Alter kennen die legendäre Verfilmung von Olle Hellbom aus dem Jahre 1977 dieses Kinderbuchklassikers. Ich sass als kleines Mädchen sehr berührt und gebannt vor dem Fernseher, tief ahnend, dass diese Geschichte etwas in mir verankern wird, was mir später Halt geben sollte. Dort geht es nämlich nicht um Opferung, sondern um Verbundenheit, Mut und freiwilliges Eintreten füreinander. Brüderlichkeit statt Verschlingen, Beziehung statt Macht.
Ich fühlte ohne es in Worte fassen zu können: Astrid Lindgrens "Die Brüder Löwenherz" ist im Kern eine seelische Initiation.
Das Buch erzählt genau das Gegenmotiv zum „Kinderfresser“-Archetyp.
Während der Drachenmythos beschreibt, wie Macht Systeme nährt, indem sie Zukunft verschlingt, zeigt Die Brüder Löwenherz, wie Zukunft entsteht: durch Beziehung.
Jonathan und Krümel stehen für zwei Bewusstseinsebenen desselben Menschen oder für zwei Zustände der Menschheit. Der ältere Bruder verkörpert Mut, innere Ausrichtung, Bereitschaft zur Wahrheit. Der jüngere trägt Angst, Verletzlichkeit und Abhängigkeit. Entscheidend ist: Sie werden nicht getrennt erlöst. Sie gehen gemeinsam.
Das ist die eigentliche Botschaft.
Nicht das heroische Individuum rettet die Welt.
Nicht der starke Teil allein.
Sondern das bewusste Mitnehmen des schwachen Anteils.
Im Kontext deiner These ist das zentral:
Der „Kinderfresser“-Archetyp beschreibt Systeme, die genau das Gegenteil tun. Sie opfern den verletzlichen Teil – das Kindliche, das Zukünftige, das Noch-nicht-Gehärtete – um Stabilität zu erzwingen. Lindgren dreht dieses Prinzip um. Bei ihr wird nicht geopfert, sondern gehalten. Nicht ausgeschieden, sondern integriert.
Auch der Tyrann Tengil und der Drache Katla sind keine blossen Märchenfiguren. Sie stehen für Herrschaftssysteme, die sich durch Einschüchterung stabilisieren und Menschen voneinander trennen. Die Bewohner Nangijalas leben nicht primär unter Gewalt – sie leben unter Angst. Genau das ist entscheidend: Unterdrückung funktioniert nicht zuerst durch Brutalität, sondern durch inneres Erstarren, was uns durch kollektives MK-Ultra systematisch seit Jahren angetan wird. Wir erinnern uns an die kürzliche Vergangenheit!
Die Brüder überwinden diese Ordnung nicht durch rohe Kraft, sondern durch Treue zueinander. Durch das bewusste Eintreten füreinander, auch dort, wo es Opfer kostet. Jonathan springt für Krümel. Später trägt Krümel Jonathan. Diese Spiegelung ist kein Zufall. Sie zeigt: Reife bedeutet nicht Unverwundbarkeit – Reife bedeutet, Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Damit formuliert das Buch eine leise, aber radikale Alternative zum heutigen Herrschafts-Prinzip:
Nicht Verschlingen sichert Ordnung.
Verbundenheit tut es.
In deinem größeren Zusammenhang gelesen heisst das:
Die Brüder Löwenherz ist deshalb kein nostalgisches Kinderbuch, sondern ein seelisches Gegenmodell zu degenerierten Machtstrukturen. Es erinnert an etwas, das älter ist als jedes System: dass Bewusstsein sich nicht durch Opfer stabilisiert, sondern durch Beziehung.
Der Drache lebt vom Getrenntsein.
Die Brüder leben vom Miteinander.




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